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Sommertour 2026 – Teil 2

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Besichtigung sozialer Wohnkomplexe

Die Gemeinnützige Siedlungswerk Speyer GmbH wurde 1949 als Wohnungsunternehmen der Diözese Speyer gegründet. Ihr Ziel ist es, bezahlbaren und sozial verantwortbaren Wohnraum zu schaffen und ein gutes Zusammenleben verschiedener gesellschaftlicher Gruppen zu fördern. Zu ihren Aufgaben gehören die Vermietung und Verwaltung von Immobilien sowie die Planung und Umsetzung von Bauprojekten

Im Rahmen der Sommerreise von GdW Präsident Axel Gedaschko wurde ich eingeladen, verschiedene Projekte der sozialorientierten Wohnungswirtschaft in Speyer zu besichtigen. Dazu zählen drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 42 Wohnungen neben der Kirche St. Otto sowie das Projekt „Seppelskasten“, bei dem eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage umgewandelt wurde. Nachhaltige Bauweisen, Photovoltaik und begrünte Flächen leisten dabei einen Beitrag zum Klimaschutz.

Ein weiteres Beispiel ist das Mehrgenerationenhaus der Baugenossenschaft Speyer eG im Langensteinweg. Mit 13 Wohnungen, einem Gemeinschaftsraum und einer Gewerbeeinheit für den Nachbarschaftsverein bietet es Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Lebenssituationen ein Zuhause. Durch soziale Betreuung, gemeinsame Aktivitäten und gegenseitige Unterstützung wird das Gemeinschaftsgefühl gestärkt.

Insgesamt zeigen diese Projekte eine positive Entwicklung für die sozialorientierte Wohnungswirtschaft in unserer Stadt Speyer. Gleichzeitig dient dies aber auch als Vorbild unserer gesamten Region, wie man nachhaltig bezahlbaren Wohnraum, gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine klimafreundliche Lebensweise schaffen kann.

Einblick in die Blumemkohlernte der Steig GmbH

Vergangene Woche durfte ich in Mutterstadt bei Martin Steig zu Gast sein und selbst beim Blumenkohlernten mithelfen. Martin Steig ist seit 1992 alleiniger Geschäftsführer der Steig GmbH, einem der wichtigsten regionalen Zulieferer für die Supermärkte unserer Region. Solche Begegnungen sind für mich besonders wertvoll: Sie ermöglichen es mir, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen, ihre Perspektiven kennenzulernen und besser zu verstehen, wo sie Herausforderungen sehen und welche Unterstützung sie brauchen.

Aktuell beschäftigen unsere Landwirte vor allem Themen wie niedrige Verkaufspreise durch Konkurrenzdruck, Hitze und Wassermangel, Hohe Personal- und Betriebskosten, sowie ein hoher Bürokratieaufwand. Dokumentationspflichten, gesetzliche Vorgaben und eingeschränkte Möglichkeiten beim Pflanzenschutz erschweren die Planung. Betriebe müssen gleichzeitig hohe Qualitätsanforderungen erfüllen und Kosten begrenzen.

Für mich zeigt das,wie wichtig es ist, ökologische Ziele gemeinsam mit den Menschen umzusetzen, die täglich mit und von unserer Natur leben. Entscheidend ist, Lösungen zu finden, die in der landwirtschaftlichen Praxis funktionieren und die Betriebe nicht überfordern.

Mein Dank gilt Martin Steig für die offenen Einblicke und die Möglichkeit, selbst mit anzupacken. Ich bin überzeugt: Wenn wir miteinander reden, unterschiedliche Perspektiven ernst nehmen und gemeinsam praktikable Wege entwickeln, kann die Landwirtschaft in der Pfalz langfristig gesichert werden.